Netzwerk Automatisierung

Heute ist Time to Market ein wichtiger Begriff in der IT. Services müssen schneller ausgerollt werden, was mit manuellen Prozessen oft schwierig zu erreichen ist.


Wäre es nicht sinnvoll, repetitive Aufgaben automatisch auszuführen?

In Operation Teams werden oft viele Ressourcen aufgewendet, um solche Aufgaben durchzuführen. Switch Ports werden einem VLAN zugewiesen, Firewall-Zonen werden erstellt oder ein User kann sich mit dem Handy nicht ins WLAN verbinden. Solche Konfigurationen können mit einem Configuration Management Tool durchgeführt werden. Dabei übergibt man minimale Angaben an das Programm, zum Beispiel ein Namen für ein VLAN und einen Switch Port oder den Namen einer Firewall-Zone. Daraufhin führt das Tool alle nötigen Befehle aus und überprüft, ob alles korrekt funktioniert hat. So kann viel Zeit eingespart werden und die Mitarbeiter können sich zum Beispiel um den Ausbau vom Netzwerk kümmern.

Sind kürzere Ausfallzeiten möglich?

Welcher Operator kennt die Situation nicht, wenn das Monitoring-System Alarme anzeigt oder ein User sich mit einem Problem meldet. Dann beginnt die Fehlersuche. Man loggt sich auf ein Gerät ein und versucht herauszufinden, was schief läuft. Oft müssen jedoch Informationen auf mehreren Geräten zusammengesucht werden. Auch hier kann mit Automatisierung viel Zeit eingespart werden. Da oft die gleichen Informationen benötigt werden, kann diese Aufgabe einer Software übergeben werden. Wird nun ein Alarm ausgelöst, kann dieser an eine Automatisierungssoftware weitergeleitet werden. Diese führt dann die benötigten Kommandos auf den Netzwerkgeräten aus und sammelt die Informationen. Diese können zum Beispiel in ein Ticket geschrieben werden oder über einen Chatbot in einen Chatraum geschrieben werden. Sobald sich nun ein Operator dem Problem annimmt, stehen alle benötigten Daten zur Verfügung, was zu einer schnelleren Problemlösung führt. Dadurch können auch die SLAs besser eingehalten oder sogar angepasst werden.

Können Fehler auch automatisch behoben werden?

Sobald eine Automatisierungssoftware einen Fehler selbstständig analysiert, kann sie Vorschläge machen, wie dieser zu beheben ist. Ein Administrator muss dann nur noch bestätigen, dass diese Aktionen vorgenommen werden sollen. Mit dieser Methode können Ausfallzeiten reduziert werden.
Eine weitere Ausbaustufe ist die eigenständige Ausführung von diesen Befehlen durch die Software. So kann zum Beispiel ein Port deaktiviert und wieder aktiviert werden, wenn er auf error-disable ist. Einige Fehler können mit dieser Variante behoben werden, ohne dass jemand eingreifen muss. Taucht ein Fehler häufiger auf, macht es Sinn, diesen in die Automatisierungssoftware zu integrieren.